TEPs in Österreich
Warum gibt es TEPs in Österreich?
Die österreichische Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik sieht sich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die nicht von einigen wenigen Institutionen im Alleingang gelöst werden können, wie z.B. die Konzentration der Arbeitslosigkeit auf bestimmte Personengruppen, die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes oder die Verschiebungen zwischen Branchen, Wirtschaftssektoren und Regionen aufgrund der Entwicklungen insbesondere im Bereich der Wirtschaft und Technik.
Die Hauptaufgabe der Territorialen Beschäftigungspakte in Österreich ist die Abstimmung arbeitsmarktpolitischer Akzente mit der Wirtschafts-, Struktur-, Bildungs- und Regionalpolitik.
Was ist das Ziel der TEPs?
Hauptziel ist die Begründung einer breit angelegten regionalen oder lokalen Partnerschaft, die es ermöglicht, die Probleme, Anliegen und Aussichten der verschiedenen AkteurInnen festzustellen, die in dem betreffenden Gebiet im Bereich der Beschäftigung tätig sind.
Weiters sollen alle verfügbaren Mittel für eine integrierte Strategie eingesetzt werden, die von allen betroffenen PartnerInnen akzeptiert wird, deren tatsächlichen Bedürfnissen entspricht und in einer als "Territorialer Beschäftigungspakt" bezeichneten Vereinbarung formal festgelegt wird. Beschäftigungsmaßnahmen sollen besser integriert und koordiniert werden sowie beispielhafte Aktionen und Maßnahmen zugunsten der Beschäftigung verwirklicht werden.
Was sind die Hauptaufgaben der TEPs?
- Koordinierung verschiedener PartnerInnenorganisationen und Inhalte
- Ausarbeitung gemeinsamer Arbeitsprogramme zur Umsetzung diverser Schwerpunkte der TEPs
- Funktion als regionales Netzwerk und daraus folgend die Bearbeitung unterschiedlicher Themen
Wo gibt es TEPs in Österreich?
Territoriale Beschäftigungspakte gibt es in allen neun österreichischen Bundesländern. Neben den bundeslandweiten Pakten arbeiten manche Pakte auf sub-regionaler Ebene, welche die Aktivitäten des Landespaktes unterstützen.
Im Jahr 1999 wurde im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) im Zentrum für soziale Innovation (ZSI) in Wien eine nationale Koordinationsstelle (Kooo) der Territorialen Beschäftigungspakte eingerichtet, um die österreichischen Beschäftigungspakte sowie deren PartnerInneninstitutionen zu unterstützen.
Was hat das Operationelle Programm Beschäftigung in Österreich 2007-2013 mit den TEPs zu tun?
Die Territorialen Beschäftigungspakte sind in Österreich im Schwerpunkt 5 des Operationellen Programms Beschäftigung 2007-2013 (Europäischer Sozialfonds - ESF) verankert. Damit kann der Aufbau und die Umsetzung der TEPs gefördert werden.
Das Burgenland als einziges österreichisches Ziel Konvergenz-Gebiet setzt den Beschäftigungspakt Burgenland im Rahmen des Operationellen Programms "Phasing Out Burgenland 2007-2013 ESF" um.

